Ich über mich

Ich bin 1961 in Oberösterreich, in Linz, geboren und aufgewachsen. Nach meiner Matura übersiedelte ich nach Wien, wo ich seither lebe und arbeite.

Meine Praxis verstehe ich als Raum für Lebensthemen, wo zum Ausdruck kommt, was da ist. Ganz im Sinne meiner gestalttherapeutischen Erfahrung.

Motto: Jeder Mensch stellt ein eigenes besonderes Universum dar!

 

Ausbildungen

  • Psychologiestudium, Universität Wien
  • Lebens- und Sozialberatung, WKO, Wien
  • Diplom in Wirtschaftstraining, Trainerakademie, Wien
  • Medizinische Heilmassage, Gesundheitsschule Hildegard von Bingen, Wien
  • Keramik und Bildhauerei, Kunstschule Wien

Seit 1991 arbeite ich im psychosozialen Berufsfeld mit Gruppen, Paaren und Einzelpersonen.

 

Grundlegende Arbeitsmethoden

  • Gestalttherapeutische Methoden (nach Wolfgang Esö, Dr. Lisl Salem,
    Dr. Richard Picker)
  • Methoden der systemischen Therapie (nach Dr. Gunthard Weber,
    Dr. Harald Merl).
  • Aufstellungsarbeit (nach Wolfgang Esö, Christl Picker)
  • Gesprächstherapeutische Methoden (nach Dr. Agnes Büchele)
  • Provokative Therapie (nach Frank Farrelly Phd., Dr. Eleonore Höfner)

 

Zusätzliche Weiterbildung

  • Sufismus und Psychologie ( bei Dr. Reshad Field)
  • Transpersonale Psychologie (bei Dr. Sylvester Walch)
  • Telepathische Tierkommunikation (bei Birgit Brunner)
  • Kräuterpädagogik, i.A. am LFI Niederösterreich

 

Grundsätzliches über Beratung und Coaching aus meiner Sicht

Der "gute Draht" zwischen Berater und Ratsuchendem muss von Anfang an vorhanden sein. Verlassen Sie sich in der Wahl Ihres Beraters, Ihrer Psychologin.... ruhig auf Ihr "gutes Gefühl" ihm/ihr gegenüber.
 

Was charakterisiert eine gute psychologische Beraterin, einen guten Coach?

SELBSTERFAHRUNG - SELBSTREFLEXION
Die "gute" Beraterin (Therapeut, Coach) verfügt über eine gediegene und gut zu Ende gelebte persönliche Selbsterfahrung und über die fortwährende Bereitschaft dafür.

Selbsterfahrung / Selbstreflexion ist die Voraussetzung für das wichtigste Beratungs-Instrument überhaupt: für die Fähigkeit, sich in den Rat- und Hilfesuchenden einzufühlen, sich in die Lage des anderen versetzen zu können (Fachbegriff: Empathie). Die Güte oder auch Professionalität eines Beratungs- und Unterstützungsprozesses besteht dabei darin, den Spagat zwischen Einfühlung und Wahrung der eigenen Grenzen zu beherrschen.

Ein Berater (Coach, Therapeutin) die oder der über sich selbst genügend weiß, ist in der Lage hinter den Beratungs- Coaching- Therapieprozess zurückzutreten. Der gute Berater, die gute Therapeutin "tut" genau soviel als nötig, keinesfalls mehr.
Dazu ein Vergleich aus dem medizinischen Bereich: wenn sich jemand das Bein gebrochen hat, so wird der Helfende dieses Bein wieder einrichten, schienen, etwas gegen die Schmerzen geben usw.: aber der eigentliche Genesungsprozess passiert dann "von alleine". Ein "Zuviel" würde diesen guten Prozess behindern oder sogar beenden.
Die Verführung im psychosozialen Bereich "zuviel" helfen und unterstützen zu wollen, ist meines Erachtens oft durch ungenügende Selbsterfahrung und Selbstreflexion seitens der Beraterin, des Coaches, des Therapeuten verursacht.
Gerät eine gute Beraterin (Therapeut, Coach) mit einer Klientin, mit einem Klienten in eine verfahrene Situation, so sucht er/ sie selbst auf eigene zeitliche und finanzielle Kosten Rat bei einem kompetenten Kollegen, bzw. Kollegin. Damit ist gewährleistet, dass der Entwicklungsprozess des Klienten immer unverstellt im Vordergrund stehen kann.

AUSBILDUNG - METHODEN
Das ist zwar ein wichtiger Punkt, allerdings sollte dieses Kriterium nicht überschätzt werden, wie es gegenwärtig manchmal der Fall ist.
Wesentlich scheint mir, was Methoden und Ausbildungsqualifikation betrifft, die Kontaktfähigkeit des Beraters (Coach, Therapeutin) zu sein. Es stellt sich in der Beratungs / Coaching / Therapiesituation ja die Frage womit ist der Beratende, Therapierende denn eigentlich in Kontakt. Mit seinen Methoden oder mit der Gegenwart seines Klienten? Was also steht im Vordergrund? Die einmalige und kostbare Begegnungssituation mit einem Menschen, der mir mit seiner ganz bestimmten momentanen Lebenssituation in meiner Praxis gegenüber sitzt, oder das Methodenrepertoire, dessen Aneignung, oft zeitlich und finanziell aufwendig, sich ja "amortisieren" sollte. Das eine wird dem Menschen gerecht, das andere der jeweiligen Ausbildungsideologie. Ein guter Unterstützungsprozess ist durch innere Beweglichkeit und Kontaktfähigkeit seitens der Beraterin (Coach, Therapeut) gekenntzeichnet: starre Rezepte ("einzig richtige" Methoden) werden dem Menschen nicht gerecht.

LEBENSERFAHRUNG - WELTBILD
Lebenserfahrung bezieht sich ganz pragmatisch auf das Lebensalter des Beraters, Coach, Therapeuten. Einerseits auf jenes Lebensalter an tatsächlichen Jahren: in vielen Kulturen sind beratende, unterstützende Tätigkeiten unter einem bestimmten Lebensalter völlig undenkbar (Stichwort: "weise Frau", "Heiler"...). Andererseits ist hier wiederum die reflektierte Lebenserfahrung, und vor allem die fortwährende Bereitschaft zu dieser Reflexion, gemeint.
Es bedeutet nicht, dass man in psychosozialer Beratungstätigkeit jede Lebenserfahrung am eigenen Leib/Seele/Geist verspürt haben muss, was, nebenbei bemerkt, weder möglich noch wünschenswert wäre. Es bedeutet jedoch schon, sich vorbehaltlos den essentiellen Lebensthemen (Krise, Krankheit, Tod, Trennung, Schuld...) gestellt zu haben und sich ein Leben lang weiter zu stellen.

Das eigene Weltbild muss dem Beratenden, der Therapeutin, dem Coach klar sein. Ideologisierungen oder gar Missionierungen sind in einer guten Beratungs-, Coaching-, Therapiesituation völlig entbehrlich!

Was ist der Anteil der Klientin, des Klienten am "guten" Beratungs- und Unterstützungsprozess?


Obwohl darüber naturgemäß vieles gesagt werden kann, läßt sich ein ganz wesentliches Kriterium herausgreifen: die Fähigkeit, für das eigene Leben und für alles Gute, das ja selbst bei schwerem Schicksal oder bei schwerer momentaner Lebenssituation, da ist, dankbar sein zu können.
Zu danken, mag nicht immer leicht möglich sein, und es ist damit auch keinesfalls ein sentimentales, kleinmachendes Abhängigkeitgefühl gemeint.
Aus meiner Erfahrung hat sich jedoch sehr klar gezeigt, dass jemand der überhaupt nicht dankbar sein kann oder sein will, für gar nichts sozusagen, die eigene persönliche Entwicklung, also ein glückliches Leben, verunmöglicht.
Ein weiteres Kriterium ist die bewusste Entscheidung, der "freie Wille" für eine Veränderung.
Und nicht zuletzt ist ein Minimum an Bündnisfähigkeit wichtig: also die Entscheidung am eigenen Veränderungsprozess dranzubleiben. Das Ansinnen "Es soll alles besser werden, es darf sich jedoch nichts ändern" ist demnach ad absurdum geführt....

Zusammenfassend möchte ich eine Anekdote, die von Aristoteles überliefert wird, bringen. Es heißt, er hätte einmal einen äußerst begabten jungen Mann abgewiesen, als dieser in die Reihe seiner Schüler aufgenommen werden wollte. Gefragt, warum er dieses außergewöhnliche Talent nicht aufnahm, soll er geantwortet haben: "Ich kann ihm nichts geben: er mag mich nicht!". Das eingangs erwähnte "gute Gefühl" ist Bedingung für einen guten Beratungsprozess.

Schön, gut und wahr: die alte griechische Trias charakterisiert einen gelungenen Beratungs- und Unterstützungsprozess, selbst wenn dieser naturgemäß hin und wieder alles andere als leicht ist bzw. streckenweise als schmerzvoll erlebt wird. Letztendlich führt es aber zu einem guten Dasein (+ schön,+ wahr). Für diese Dreiheit schön-gut-wahr hat der Mensch meines Erachtens einen angeborenen Sensor, auf den Verlaß ist.